Reinkarnationstherapie

"Hallo Welt" - Endlich! Unsere Webseite ist online - das ist also die Zukunft, sich und seine Arbeit anderen zu präsentieren. Heiße Dich also hier herzlich willkommen auf unserer Seite für Reinkarnationstherapie von Engin Iktir und Julia Povel in Frankfurt am Main / Hessen. Erstellt worden ist die Seite am 01.04.1999 und führt die gegenwärtigen Entwicklungen der Reinkarnationstherapie vor. Wünschen viel Spass und Vergnügen beim Lesen der Texte. 

Wiese

"Wow! Heute morgen habe ich in der allerersten Sitzung meine erste Inkarnation aus einem früherem Leben erlebt. Anfangs war ich ziemlich nervös, doch hinterher war ich ganz schön platt gewesen, auch körperlich. Nach der Sitzung bin ich direkt zurück ins Hotel gefahren und musste erst einmal zwei Stunden schlafen. Als ich wieder aufgewacht war, kramte ich sofort mein Tagebuch hervor und schrieb alles auf:

Ich stehe auf einer Wiese, saftig grün, das Gras geht mir bis zu den Knien und die Sonne scheint zur Mittagszeit. Ich fühle mich wohl und laufe nichts ahnend einen steinigen Weg entlang und sehe ein altes schönes Backsteinhaus vor mir. Einzelne Zaunlatten liegen wahllos in der Gegend herum und einige Fenster haben Löcher in der Fensterscheibe. Eher unbesorgt gehe ich dennoch in das Haus hinein und muss mit Erschrecken feststellen, wie ungepflegt darin alles aussieht. In einigen Ecken liegt der Müll und in anderen Ecken sind einige Essensreste verstreut und schimmeln vor sich hin. Die Küche ist ganz eindeutig verlassen und mit einem Kohleherd ausgestattet, der vielleicht im letzten Jahrhundert, wenn nicht Jahrtausend das letzte Mal befeuert wurde. Dagegen wirkt ja das Schlafzimmer wie ein Paradies mit dem himmlischen Himmelbett und der schön gerichteten Tagesdecke auf dem gemachten Bett. Hier kann ich eigentlich bleiben, doch der Therapeut schickt mich in den nächsten Raum. Aber mehr gibt es in dem Haus nicht, kein Wohnzimmer oder Kinderzimmer. Was sage ich, als ich in den Keller gehe, gibt es doch noch mehr zu entdecken: da stehen lauter Einmachgläser in Regalen, gut sortiert - rechts das Obst und links das Gemüse. Als ich den Schinken noch sehe, gurgelt schon mein Magen, so als hätte ich vor einer Ewigkeit das letzte Mal etwas gegessen.

Haus

Der Therapeut fragt mit ruhiger Stimme, ob es da noch irgendwo eine Tür gibt, die tiefer geht. Die auch ganz spontan auftaucht, bevor er den Satz überhaupt zu Ende gesprochen hat. Es ist eine ganz alte, mit Ornamenten verzierte Tür und als ich sie aufmache, sind die Wände aus Erdklumpen. Bisschen mulmig ist es mir ja schon, bin froh, dass ich hinter mir einen Begleiter dabei habe (der wird doch sicher wissen, was er da macht und niemanden auf der Liege sterben lassen ???). Wie dem auch sei, denke ich mir und weiter gehend komme ich in einer alten Kombüsenkammer heraus, soll gerade Baguettes mitbringen, höre ich es aus einer anderen Tür rufen. Schnell sammele ich einige Sachen zusammen - und, oh Wunder was ist das, ich kann es gar nicht fassen, ich bin ein Mann, groß gebaut und mit starken Händen. Also, ja da liegt dann meine Geliebte im Bett und verlangt nach Delikatem, wie französischem Baguette, Trauben und dem herrlichen Käse. Über Sex rede ich eigentlich nie. Doch jetzt wird es mir ganz anders, die Situation finde ich hoch romantisch und, ufff, erotisch ohne Ende. Und dementsprechend endet dann auch mein Erlebnis in diesem früheren Leben."

So oder so ähnlich können sich die ersten Sitzungen in einer Reinkarnationstherapie gestalten. Auf den ersten Blick ist es natürlich aus Sicht eines Klienten spannend, dass er in Frankreich gelebt hat und dort eine Liebesaffäre hatte. Aussagekräftiger ist dagegen, was nicht ausgesprochen worden ist. Viele Lebensthemen haben ihren Ursprung im seelischen Bereich. Die Welt der Seele zu erfassen, bedarf einer tiefer gehenden Sichtweise auf die Dinge. Anders als wir es gewohnt sind, spricht unsere Seele zu uns nicht in Worten, sondern in Bildern. Die Bilder sind die Muttersprache der Seele. Also wenn wir in der ersten Sitzung von einer Wiese sprechen, dann ist das äquvialent zu der Frage: "Hallo! Wie geht es Dir heute?" Ist die Wiese grün und scheint die Sonne, dann kann man es durchaus so deuten, dass es einem gut geht. Aber Vorsicht, nicht alles über einen Kamm scheren. Ist zum Beispiel das Gras mannshoch, dann könnten die Orientierung und der Durchblick im Leben fehlen (Thema: innere Blockade, Depression).

Also die Seelenlandschaft zu erkunden ist erst einmal wie Neuland betreten. Die Fülle der Bilder ist grenzenlos und bildet die Brücke zwischen bewussten und unbewussten Anteilen. So steht das Haus für die eigene Persönlichkeit - sowohl ein Blick von außen (Fassade) als auch das Innenleben werden sichtbar. Die einzelnen Räume sind innere Anteile oder Lebensbereiche. Steht die Küche für die Sexualität (Küche kalt oder bruzzelt gerade was?), kann die Beziehungsqualität auch über das Schlafzimmer erfahren werden. Wer jahrzehntelang mit seinem Partner zusammenlebt, aber in den Bildern in seinem Schlafzimmer ein Einzelbett vorfindet, der sollte ruhig seine Partnerschaft offen hinterfragen.

Die Reinkarnationstherapie ist im Grunde mehr eine Art Bewusstseinsarbeit. Historienforschung zu betreiben oder für heutiges Leid Ursachen in früheren Leben zu suchen, wird nicht von Erfolg gekrönt sein. Dem heutigen Leben ist es dienlicher, sich in seiner Ganzheit kennen lernen und erfahren zu dürfen. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die eigenen individuellen Themen und von Sitzung zu Sitzung wird so das zeitlose seelische Muster, welches auch im heutigen Leben beeinflusst, deutlich. So wird das eigene Universum, als auch die dahinterliegende Schattenseite endlich sichtbar.

MondWer nur einzelne Rückführungen macht, wird vielleicht erfahren, wer er einmal in einem früheren Leben war. Für sein heutiges Leben wird das aber nicht sehr hilfreich sein. Bei einer einzelnen Sitzung ist es so, als würde man versuchen, aus einem einzigen gelebten Tag sein gesamtes Leben erklären zu wollen. Mehrere aufeinander folgende Rückführungen hingegen, therapeutsch begleitet, ermöglichen das zeitlose Muster zu erkennen.  Aus diesem Grund bieten wir nur 5 Tage (jeden Tag eine Sitzung á 2 Stunden) am Stück an. Wir raten sogar dem, der eine Psychotherapie beginnen mag, im optimalsten Fall 20 Sitzungen zu machen, je 5 Tage die Woche, über 4 Wochen hinweg. Diese Art der spirituellen Psychotherapie ist wesentlich effektiver, als von Woche zu Woche im Stop-and-Go-Verfahren seine Themen aufarbeiten zu wollen. Viele Therapieformen gehen über weit mehr als 20 Sitzungen hinweg und dauern zudem jahrelang. An den Bereich des Unbewussten kommen viele dennoch nicht.